Auf dem Heaphy Track haben wir neben ein paar anderen auch Graham und Magret kennen gelernt.
Am Ende wurden wir von ihnen nach Tauranga eingeladen und da es auf unserem Rückweg kein großer Umweg ist, sagten wir zu. Am Donnerstag kamen wir am Abend bei ihnen an und hatten Reste einer Forelle zum Abendbrot. Sie gingen irgendwie davon aus, dass wir länger bleiben würden. Wir waren fest für das Wochenende zum angeln gehen eingeplant. Am Samstag wurde also Proviant und Angelzeug ins Auto gepackt und das Boot an den Geländewagen gehängt und wir fuhren eine Stunde zum See.
Die Sonne schien und wir hatten super Wetter. Das Boot wurde ins Wasser bugsiert und wir peilten die erste Bucht zum Fischen an. Angeln ins Wasser und warten war angesagt. Nach einer Stunde ohne Erfolg wurde der Spot gewechselt. Nach einer weiteren halben Stunde wieder. Sandwiches zum Mittag, da immer noch kein Fisch!! So langsam kamen mir Zweifel, was wir wohl zu Abend essen würden.
Gegen Abend liefen wir einen Strand an, in dessen Nähe es einen warmen Fluss gibt. Es wurde so langsam Dunkel und da wir nicht am Steg hatten parken können (da war schon alles voll), versuchten wir mit 8 Leuten uns durch das Ufergestrüpp zum Fluss durchzuschlagen. Nach etlichen Schnitten in die Beine durch das starre sogenannte “cutting-gras” kamen wir endlich am warmen Wasser an. Wie
in der Badewanne, toll!! Zurück am Boot gab es dann eine Art Buletten zu Essen, da wir den ganzen Tag nichts gefangen hatten. Es tröstet dann auch nicht, das es den anderen Booten auf dem See ganz genau so ergangen war. Nicole und ich schliefen im Zelt am Strand, da im Boot nur für zwei Menschen Platz zum schlafen ist. Am nächsten Tag hieß es Zelt abbauen und raus auf den See. Erst nachdem die Angelruten in Position waren
gab es Frühstück. Aber auch heute war uns kein Glück beschieden trotz perfektem Fischwetter: Bewölkt, aber kein Regen. Stundenlang versuchen wir Forellen zu erwischen, schließlich gehen wir im See baden (Ein Kratersee mit 20°!!) und machen einen kleinen Spaziergang um den Frust aller Beteiligten ein wenig abzubauen. Anschließend war wieder ein warmes Bad angesagt, diesmal in einem Felspool im See. Bald darauf gaben wir auf und machten uns auf den Heimweg.
Fazit: Schönes Wochenende, aber kein Fisch.
Am Montag nimmt uns Graham mit seinem Freund Dave zusammen mit aufs Meer zum Fischen. Also wieder alles zusammen packen, zum Hafen fahren und das Boot zu Wasser lassen. Nach circa einer Stunde erreichen wir den gewünschten Angelplatz, mitten auf dem Meer. Sieht nicht anders aus, als der Rest des Meeres, aber wir lassen uns sagen, dass es hier etwas zu fangen gibt. Und tatsächlich beißen die Fische auf dem Grund in 140m Tiefe wie bekloppt. Manchmal sogar den Haken komplett ab, oder die Bleigewichte, das war dann angeblich ein “Barracuda” der mit seinen scharfen Zähnen die Angelschnur durchtrennt, lernen wir. Nicole fängt kurz darauf einen halben Fisch: Die hintere Hälfte hat irgend ein Räuber abgebissen, kaum zu fassen…
Nachdem unsere Kiste voll mit “Tarakihi” ist, gibt es gebratenes Fischfilets zum Mittag. Kaum sind wir fertig fällt mir im Wasser etwas großes, blaues auf: Da schwimmt ein Hai ums Boot! Graham opfert einen Tunfisch, der als Köder gedacht war, um den Hai zu unterhalten. Nach 5 Minuten ist der Tunfisch verfüttert und wir machen uns auf den Heimweg.
Ich darf fahren, ein Glück braucht man hier keinen Bootsführerschein. Auf einmal ruft Graham irgendwas aufgeregt und greif mir ins Steuer und stoppt das Boot: Da sind ein Dutzend Delphine die uns ein Stück begleiten. Wir fahren mit gedrosselter Geschwindigkeit weiter und die Delphine vergnügen sich in der Bugwelle des Boots.
Fazit: Ein fantastischer Tag und jede Menge Fisch!
Wow – das nenn‘ ich mal einen Fang! Das mit dem halben Fisch ist ja schon etwas zum fürchten – da scheint sich ja eine Menge unten zu tummeln ;-). Ein Hai und Delphine zum Abschluss – was für ein Erlebnis!
Der Hai sieht auf dem Foto riesig aus und erinnert mich an diverse Horrorfilme, der Fischhaufen könnte (ohne euch auf dem Bild) in einem Katastrophenfilm die Folge einer verheerenden Klimaveränderung sein, die das Ende der Welt ankündigt und am Ende kommt auch noch Flipper vorbei=) Ich würd sagen: Das ist filmreif 🙂
Viel, viel Fisch… Na, da muss er ja jetzt nur noch schmecken=) Auch wenn große Fischhaufen ein bisschen gruselig aussieht, könnt ihr die sympathische Wirkung des Bildes noch mindestens mit eurem Grinsen retten:)
Auf zu weiteren cineastischen Erfahrungen=)
wie geil sieht das denn aus!!! ultra krass. da muss aber auch wirklich gerne fisch essen, dass man das alles essen kann ;))))
Naja, den Fang haben wir ja nicht wirklich alleine gegessen ^^.