Im Flieger

Wir berichten direkt aus dem Flieger.
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In einer halben Stunde geht es los 🙂

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German Food – Saying Goodbye to New Zealand

Es ist schon soweit. Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Gestern haben wir unser Auto an die beiden deutschen Mädels verkauft. Ich hoffe Mathilda hält noch ein wenig. Der Preis ist so gut, dass wir nun kostenlos ein Auto hatten und nur für den Sprit bezahlen mussten. Gestern haben wir uns getroffen, das Auto übergeben und an der Post alles klargemacht. Nun ist Mathilda also mit Lena und Paulina auf dem Weg nach Coromandel. Da kommen wir ja gerade her. Mathilda kennt sich aus.

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Gestern waren wir dran mit kochen. Etwas deutsches bitte. Da wir uns weigerten Bratwursts zu machen, gabs was anderes. Ich erinnerte mich an etwas was nicht zu aufwendig und doch SEHR lecker war und im Countdown dem Supermarkt gab es alles dafür. Hauptgericht: Lauchröllchen in Schinken eingewickelt mit Käse überbacken dazu warmer Kartoffelsalat mit Zwiebeln und Speck. Als Nachtisch: Himbeeren unter Sahne/Joghurtschicht mit einem Deckel von braunem Zucker. Es hat allen hervorragend geschmeckt. Gottseidank. Dass sie Charlottes Freund, der später kam, noch etwas übrig gelassen haben war fast ein Wunder.

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Heute morgen sind wir früh aufgestanden und haben uns von Hamish verabschiedet. Der musste heute arbeiten und wenn er zurück kommt sind wir schon weg. Eben war ich mit Charlotte joggen. Einmal um den One-Tree Hill und dann obendrauf. Meine Güte, dieser Sommer hier macht mich fertig. Man braucht immer Sonnencreme. Jetzt wird noch gepackt und dann geht es zum Flughafen.

1.Flug Auckland – Melbourne – Dubai

2.Flug Dubai – Frankfurt

Diesmal wird nicht ausgecheckt, ich hoffe nur, dass der magnetische Sand den ich eingesammelt hab unbeschadet durch den Zoll und das Durchleuchten kommt.

An dieser Stelle allen Lesern und Leserinnen ein herzliches Dankeschön fürs Lesen und Kommentieren.

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Urlaubsende in Auckland – Couchsurfing and more

Vom Campingplatz mit den vielen brütenden Vögeln geht es weiter in Richtung Auckland. Vorher besuchen wir noch Davids Ex-Chef in seinem Haus. Es gibt Tee und frischen Pfannkuchen. Der Gute hat vor der Haustür einen Container stehen mit Unmengen Werkzeug. Das brauchen wir aber auch, David hat morgens das Fenster im Auto runtergelassen und es kam nicht mehr hoch. Wir haben die Türverkleidung abgeschraubt und erstmal die Führung wieder angeschraubt. Davids Chef hat uns noch sein “mechanical oil” gegeben und dann hats wieder geflutscht. Mathilda will wohl noch auf den letzten Metern Mucken machen. Aber es gibt auch gute Nachrichten. Die beiden deutschen Mädels haben sich gemeldet. Sie kaufen Mathilda für die besprochenen 3000$. Super, wir wollen uns am Montag treffen.

Wir fahren weiter nach Auckland und besuchen Hamish. Einen alten Couchsurferbekannten von seinem letzten Besuch hier. Er hat Besuch von Raphaela und wir verdrücken uns noch schnell. One-Tree-Hill und ein bischen Stadtrundfahrt. Danach gehts mit Bier, Eiern, Rotwein und einer Ladung Ingwerlimo wieder zurück. Da ist die Bude schon voll. Seine beiden Kinder sind jeweils mit Freund/Freundin da und wir essen von Raphaela gekochtes italienisches Essen.

Am nächsten Morgen bekomme ich dann endlich meine gebackenen Bohnen mit Rührei. Danach gehts in das financial district. Hochhäuser schauen. Gefühlt ist das hier der einzige Ort in Neuseeland wo man Hochhäuser findet. Die wachsen hier nicht so.

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Wieder zurück spielen wir Zug um Zug in der Europaversion mit Hamishs Tochter und ihren Freundinnen und stellen fest, dass wir in Deutschland nur die amerikanische Version kennen. Die europäische ist etwas komplizierter.

David ist heute in die Stadt zum Tanzen und ich hänge hier fest. Ist aber nicht schlimm. Hamish hat schon das Abendessen geklärt und ich schreibe Blog. Eigentlich bin ich ganz froh, dass alles so gut läuft. Mathilda ist verkauft und wir sind unter bis Dienstag Abend. Jetzt müssen wir nur noch überlegen, was wir für Hamish und Raphaela kochen als Dank für ihr Bekochen und Unterbringen. Die beiden wollen was typisch deutsches…. war ja klar. Ich bin für warmen Kartoffelsalat mit Speck und Zwiebeln. Vielleicht kriegen wir auch noch nen anständigen Nachtisch hin. Was es dazu gibt müssen wir dann mal schauen. Ich erzähle das gerade Raphaela und das witzige an der Nummer ist eigentlich, dass ich die Sachen mit Google auf Italienisch übersetzen muss, damit sie mir sagt, ob Hamish das mag. Seltsame Welt.

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Auckland ist übrigens die einzige Stadt die ich kenne, die ihre öffentlichen Grünflächen von Schafen mähen lässt. Seltsam aber wohl ziemlich effizient.

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Der Tragödie erster Teil – Verkaufing Mathilda

Wir befinden uns in Whangarei. Das weiß jeder, der gestern Blog gelesen hat. Zum Frühstück gibts Rührei. Diesmal mach ich das, David muss spülen. Danach räumen wir Mathilda auf und es geht in Richtung Lena und Paulina, die Autointeressenten. Wir suchen die Adresse und die beiden kommen raus. Backpacker aus Leipzig/Bonn, 18 Jahre alt. Wir teilen das auf. David macht mit Lena, die äußerst kritisch schaut, Probefahrt. Sie ist wohl mehr vom Linksfahren als vom Auto überfordert. Schonmal gut. Die beiden wollen auf jeden Fall einen Werkstattcheck-up machen lassen. David und sie fahren vor, Paulina und ich laufen hin. Auf dem Weg erzähle ich über das Auto. Bei AA ist leider kein Termin mehr frei. Ein Anruf bei VTNZ sagt das gleiche. Da sie sich nicht unters Auto legen wollen glauben sie was auf dem WOF-Bescheid steht. Jetzt läuft die Frist. Ausgehandelt sind 3000$, wir fahren noch übers Wochenende bis nach Auckland und machen die Dieselsteuer nochmal neu. Mal gespannt, bis morgen mittag um 12 haben die beiden Zeit es sich zu überlegen.

Danach gehts weiter in Richtung Süden nach Auckland. Wir halten an einer Höhle an und David und ich spielen Höhlenforscher. Mit Stirnlampe und Handlampe gehts rein. Über Matsch, Stock und Stein. Die Füße sind als wir rauskommen total verschlammt. Doch wir hatten einen schicke Höhle und an der Decke gaaanz viele Glühwürmchen. Sah ein bischen aus wie die Milchstraße.

Als wir starten wollten holte uns das Übel ein. Motor tot. Kein Mucks, kein Blinken, kein Piepen. Ein freundlicher Kiwi gibt uns Starthilfe und schenkt uns die dicken Starterkabel die wir nicht hatten. Echt nett. Mit Starthilfe gehts auch. Jetzt können wir nicht mehr anhalten. Die Batterie ist nicht nur leer, jetzt auch richtig kaputt. Wir halten an einer Werkstatt an und kaufen eine neue. 240$ kostet der Spaß und jetzt funkelt eine neue rote Batterie unter der Haube und ersetzt die alte von 2006. Wurde auch langsam Zeit. Zitat der Werkstatt: “Die hatte jetzt aber schon zwei Leben hinter sich!”

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Wir verklickern das gleich den Mädels damit sie nicht abspringen, hoffentlich hilfts. Wenn wir die 3000$ kriegen sind das genau die Kosten die wir reingesteckt haben. Kaufen+Scheibe+WOF+Radlager+Steuer+Batterie. Wenn sie es nicht kaufen  – oder diesen Blog lesen (!!!) – müssen wir auf den Car-market und ich denke nicht dass wir dann den Preis halten können. Also liebe Leser, Daumen drücken. Wir hatten eigentlich 3500$ angepeilt, aber alles über unseren Kosten ist angenehm.

Jetzt sind wir an einem Campingplatz mit schwarzem Sandstrand. Es gibt Stellen an den Klippen die voller weißer Vögel sind und David kocht. Heute gibts Blumenkohl mit Cumura-Süßkartoffeln. Haben wir uns auch verdient, nach der blöden Batterieaktion waren wir etwas geschockt.

P.S.: Die Mädels waren von den Boxen ganz angetan, ich kann nur jedem empfehlen darauf zu achten, dass MP3-fähige Soundabspielgeräte drinne sind.

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Die Reise nach Whangarei – Aborex der König der Bäume

Als ich noch jung war gab es ein Hörspiel: Aborex. Und davon erzähle ich euch heute.

Wir haben gestern Auckland erreicht und sind weiter in den Norden gefahren. Leider hat uns Viktoria mitgeteilt, dass sie nun schon ein Auto gefunden hat. Also wird weiterhin ein Käufer gesucht. Im Norden von Auckland gibt es einen befahrbaren Strand und so eine Art Auenland. Dahin sind wir unterwegs. Wir kommen auf einem Campingplatz am Meer unter und haben endlich mal einen ordentlich Sonnenuntergang. Auf wem Weg hierhin haben zwei Mädels angerufen, sie wollen Mathilda sehen, sind aber in Whangerei. Dahin gehts dann weiter. David ist heute übrigens in eine Polizeikontrolle geraten. Er musste blasen.Da wir aber nicht so dolle gefeiert haben…. kein Problem. Und ja, ich mache jetzt Wortspiele damit. 😉

Am nächsten Morgen brechen wir auf um Kauri-Bäume zu sehen. Neuseeländische Urbäume, die ewig groß und ewig alt werden. Leider haben die ersten Siedler die meisten davon zu Tischen, Stühlen und Schiffsplanken umgestaltet. Aber ein paar gibts noch, im Norden von Auckland. Da waren wir heute also und es war wirklich beeindruckend. Riesig groß und auf mich schauten über 1000 Jahre Baumgeschichte herab.Wir besuchten den ältesten, den zweitältesten, dessen Bruder bis hin zum siebt-ältesten Baum. Wirklich sehenswert. Auf dem weiteren Weg haben wir, da der Tacho ja nicht geht, mit dem GPS mal gemessen wie schnell Mathilda so ist. 125 schafft sie locker, dann wirds holprig. Abhängig obs bergab geht oder nicht. Rauf ist es eher die Hälfte.

Frühstück gab es an einem riesigen Badesee mit hellblau-blauem Wasser. Ich bin drin geschwommen und es war herrlich. David hat Rührei gemacht und als ich rauskam wars fertig. Super Timing.

Jetzt sind wir also in Whangarei und versuchen den Mädels Mathilda zu verkaufen. Etwas kompliziert, denn wir müssen ja wieder zurück nach Auckland und man hat ja, wenn man ein Auto hat auch soooo unendlich viel Zeug.

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Irgendwas wollte ich doch noch schreiben. Ich glaube dass mir zumindest jeder Köse wie Gouda schmeckt hatten wir schon. Hatte ich schon erwähnt, dass jedes Bier und jeder Wein in Standarddrinks ausgezeichnet ist? Unser heutiges Bier hat 1,2 S-Drinks, der Rotwein hat 8, so kann man jeden Abend im Bett nachrechnen, wieviel man getrunken hat. Ziemlich praktisch, wenn mans denn noch weiß.

Für die Menschen, die sich um unsere Gesundheit sorgen machen und die gerne wissen möchten, wie wir uns so ernähren: Meistens kocht David, ich spüle und schreibe Blog. Das hat sich irgendwie so ergeben. David ist da eher schreibfaul. Also meistens gibt es Steak oder Fisch. Selten gibt es was anderes. Heute gab es Steak mit angebratenen Zwiebeln, Pilzen und Salat. Ich poste einfach mal ein Foto mit Dingen die wir hier so essen.

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Achso, das wars. Der Aufkleber. Wer Adleraugen besitzt hat schon gesehen, dass Mathilda von vorne bis hinten Aufkleber besitzt. Seit heute morgen gibt es einen neuen von uns. In der Region Coromandel einem Naturschutzgebiet in dem es WIRKLICH wunderschön ist, soll gemint also gebergwerkt werden. Daher prangt seit heute morgen ein “Coromandel – No Mining” Aufkleber auf Mathilda. Hinten unterm Nummernschild, damit es auch jeder sieht der hinter ihr hängt. Vor ihr hängen geht wirklich nur sehr schlecht.
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New Years Eve oder wie man auf dem Auto liegt

Coromandel ist ausgebucht. Gefühlt machen alle Neuseeländer die es sich leisten können hier Urlaub. Die Campingplätze sind ausgebucht und weil wir an der Westküste sind gibt es auch keinen Strand mit Sonnenuntergangsblick.

Am Campingplatz setze ich mein “der kleine Junge weiß nicht wo er schlafen soll” Blick auf und eine Frau im Office bietet uns ihren Privatcampingplatz an. Ein kleines Fleckchen Erde im Hinterland. Sicht auf dichten Wald und man hat seine Ruhe. Partymachen kommt eh nicht so in Frage. Die Bierpreise übersteigen locker die 10$ und da macht selbst das Weggehen keinen Spaß. Wir kaufen lecker ein und es gibt Steak mit angebratenen Zwiebelringen, zweierlei Saucen (noch von Heiligabend), Kartoffeln, dazu Salat mit Pilzen, Gurke, Tomaten und Paprika. Passend dazu haben wir uns einen Rotwein aus Australien/Neuseeland ausgesucht. Leider war der 4Square recht schlecht sortiert und bei dem Trubel hab ich keinen aus NUR Neuseeland gefunden.

Als wir unseren Platz finden sind wir…..  Naja, es ist ein Platz wo Mathilda stehen kann, es gibt Strom, eine Klodusche und ne Spüle. Nix besonderes, aber es reicht. Nach dem Essen kommen die Fliegen und nach den Fliegen der Sternenhimmel. Diesmal sieht man die Milchstraße und Orion. Wer sich damit auskennt müsste jetzt in Europa den Skorpion sehen. Die sind immer abwechselnd auf Nord- und Südhalbkugel.

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Ich hab wieder was gelernt. In Neuseeland wird weder geböllert, noch raketet. Privates Feuerwerk gibts nur an Guy Fawkes Day im November und dann muss man es aufheben bis Sylvester. Unser Tagesrythmus schlägt zu und wir werden recht früh müde. Fakt ist, wir werden durchs Feuerwerkt geweckt. Am nächsten Morgen trinken wir in unserem Edeldomizil (50$) einen Tee und gehen frühstücken. Im Chai Latte – Café gibt es lecker Essen, Trinken und kostenloses Wlan. Kaum zu glauben nach was man alles ein Café beurteilen kann.

Aber jetzt:

Wir wünschen allen Lesern und Leserinnen 🙂 ein frohes und gesundes neues Jahr 2014. Mögen die Vorsätze wie unsere Feldbetten halten.

 

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Heute geht es weiter in Richtung Auckland. Zur Abwechslung mal etwas Stadt. Vielleicht finde ich ja noch ein Kino wo der Hobbit läuft.

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Coromandel und heißes Fußbad

Wir sitzen wieder in einem Café und sind online. Endlich. Hier oben in Coromandel ist zwar die Oberschicht in Urlaub, aber die hat wohl ein anderes Handynetz. Wir sind offline. Deshalb geht das mit dem Blog und den Bildern so schleppend.

Es ging weiter nach Norden in Richtung Coromandel. Unterwegs besuchen wir ein Loch. Also kein Loch = See, sondern ein Loch = Loch. Ein Riesenloch. Eine oberirdische Goldmine aus der seit 1900 ca. neuseeländisches Gold abgebaut wird. Kaum zu glauben, aber … ich mache Fotos….

Nach unserem verregneten Abzug sind wir abends auf einem wunderschönen Campingplatz gelandet. Direkt neben dem Meer, Bach mittendurch, Brücke usw. Wir waren abends noch am Strand spazieren und haben einer Gruppe Anglern zugeschaut wie sie Snapper angeln. Mit einer langen Schnur, die mit einem Boot auf Meer hinausgezogen wird, daran hängen viele kleine Schnüre mit Haken dran. Als Köder haben Tintenfischstücke fungiert. Schien ganz gut zu klappen. Ich hab mit meiner Lampe den Strand beleuchtet. Ein Glück hab ich immer mein Taschenflutlicht dabei. Nachts sind wir eingeschlafen mit Lagerfeuermusik, am Nachbarplatz hat sich eine Gruppe zusammengefunden mit Gitarre und Gesang.

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Am nächsten Morgen ging es weiter nach Norden. Wir halten kurz am Hot-Water-Beach, einem Strand an dem man wenn man ein Loch buddelt ein heißes Bad nehmen kann, wenn man an der richtigen Stelle buddelt. Eigentlich braucht man drei Pools, einen mit heißem Wasser, einem mit kaltem und einem zum Mischen. Leider ist der Strand so überlaufen, dass wir kein Loch graben. Der Schippen-Verleih am Strand macht ein Bombengeschäft. Und weiter gehts…

Wir hielten wieder an einem Loch an. Diesmal war es ein Strandloch. Cathedral Cove ist ein Strand, durch den Berg zum Nachbarstrand kann man durchlaufen. Leider ist es kein einsamer Strand. Es gibt glaube ich zu viele Touristen, oder zu viele Touristen um uns herum.

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Abends finden wir einen Campingplatz direkt am Meer. Er ist voll und wir buchen die letzte verbleibende Möglichkeit. Einen uralten Wohnwagen. Ich gehe rein, David bleibt an der Tür hängen. Es ist eine Hobbithöhle. Aber zum Schlafen reichts. Die Kiwis machen jetzt selber Urlaub, wahrscheinlich ist deshalb alles so voll. Wir backen Lachssteak mit Spinat und Kartoffeln. Dabei lernen wir ein paar Menschen aus Auckland kennen. Ich kann die fragen nach “woher kommt ihr”, “was habt ihr schon alles gemacht” und “wie lange bleibt ihr noch” bald nicht mehr hören. Am Ende ist unser Bier alle und wir wissen wie Kiwi-Jungen tanzen. Sehr seltsam mit erhöhtem Arschwackelpotential. Ich finde ja David sollte den Tanzlehrer nochmal auspacken. Hier ist definitiv ein Mangel.

Jetzt sitzen wir in Coromandel und ich muss mir ausdenken, wie wir den Abend begehen. Für David ist es ein “Tag wie jeder andere”. So geht das nicht. An Weihnachten gabs Fondue… aber Raclette auf dem Gaskocher wird schwierig. Heute morgen gabs Rührei am Strand, das ist schon mal ein guter Anfang.

Wir haben übrigens schon eine Interessentin für Mathilda. In 2 Tagen will sie mal probe fahren. Wir hoffen das sich Mathilda und sie anfreunden. Wenns klappt haben wir Mathilda und einen Teil des Rumgefahres refinanziert.

Bis dahin, allen Lesern einen guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr. 2014. Oh mein Gott, es geht so schnell.

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Naturerlebnisse am Toungariro

So, hiermit wären wir wieder up to date. Nach der Nacht am Straßenrand sind wir früh aufgestanden und haben eine Raftingtour auf dem Toungariro River gemacht. Jeder bekam einen Neoprenkombi inklusive Wind/Regenjacke und Fleece-pulli und Wasserschuhen. Dann ging es los. Zu fünft in einem Boot ging es, David und ich vorne, den Fluss hinunter. Es hat ziemlich viel Spaß gemacht, auch wenn man sich nach und nach an die Stromschnellen gewöhnt. Wenigstens macht es dem Schlauchboot nix, wenn man volle Kanone gegen die Flusswand scheppert. Wir sind nicht gekentert und haben auch keine “Mann über Bord” Schreie gebraucht. Obwohl ich kurz davor war unsere ca. 12 jährige Australierin in einer Stromschnelle zu verlieren. Die kleine Schreimaschine hat mein Trommelfell ganz schön gereizt. Aber trotzdem war es ziemlich cool. Bei einem Stopp sind wir in einen kleinen Nebenarm gelaufen und von einem 5-Meter Wasserfall gesprungen. Super gut. Also ich, David hatte die wichtige Aufgabe des Zuschauers. Danach waren wir in einem ruhigeren Bereich des Flussees und es gab warmen Kakao und Schokolade mit Marshmellow-Füllung. So eklig süß, dass es schon wieder lecker ist.

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Danach waren wir auf dem Campingplatz, David hat Empfang-Such-Fahr-Verbot und wir bereiten den nächsten Tag vor. Einmal auf den Toungariro Vulkan rauf, gucken und wieder runter. Was sich so leicht anhört ist eigentlich auch so leicht. 20 Kilometer, ein paar hundert Höhenmeter hoch und wieder runter. Ca. 6 Stunden ist man unterwegs. Das ist auch nicht das Problem, aber die Menschen. Gefühlt macht das jeder Tourist in Australien und jeder zweite ist Deutscher. Mein “Anderes Ende der Welt”-Gefühl schwindet mit den ganzen Marburger, Hannoveranern und Ostdeutschen Mitwanderern. David sagt dazu Rat-Race. Stimmt auch. Trotzdem ist es ziemlich aufregend. Der Vulkan ist noch aktiv und letztes Jahr erst ausgebrochen. Überall stehen Schilder dass man schnell gucken und dann wieder gehen soll. Die Erde dampft an manchen Stellen und beim Pausenplatz riecht es nach Schwefel. Ich habe nur mäßigen Appetit 🙂 Eine Schutzhütte wurde beim Ausbruch beschädigt, man sieht noch das Loch im Dach und den Felsbrocken im Zimmer liegen. Der Berg besteht aus vielen schwarz und grau/braun Tönen und die Seen sind türkisblau. Eigentlich wunderbar, wenn der Geruch nach faulen Eiern nicht wäre. Als wir zurück sind fahren wir nach Norden und landen in Matamata. Der Campingplatz ist super und bietet 3 Pools, mit heißem, warmen und kaltem Wasser. Wir springen ziemlich direkt rein. Seit gestern abend bin ich Fan von “Integration durch Sport”. Ich spiele Ball mit einem kleinen Mädchen und zwinge 3 asiatische Männer mitzuspielen. Diese werfen den Ball ihren Frauen zu und Ruck Zuck spielt der warme Pool Wasserball. Ich verstehe kein Asiatisch und das kleine Mädchen kann nicht so richtig gut reden, gut, das kann auch an dem Wasser in ihrem Mund liegen. Aber das Spiel ist super. Als wir zu oft den Ball älteren Neuseeländern auf den Kopf geworfen haben ziehen wir um ins kalte Wasser. Es macht total Spaß. Aber irgendwann ist David weg. Als ich zurückkomme hat David gekocht. Nudeln mit Bolognesesauce. Super! Wir futtern, teilen uns drei Bier und gehen schlafen.

Als ich morgens aufwache rappelts auf dem Dach. Ein Regen wie er mich an die Sintflut erinnert prasselt auf unser Dach. Und… hört nicht auf. Ein Glück steht das dreckige Geschirr draussen, nächstes Mal tue ich vorher Spüli rein. Wir quälen uns noch 2 Stunden in den Schlafsäcken, dann stehen wir auf, quetschen und nach vorne und fahren los. Irgendwo ein Kaffee suchen, Internet und Strom. Die ersten beiden Dinge haben wir gefunden. Sogar mit typisch neuseeländischer Verzierung.

 

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Wir wollen weiter in den Norden nach Coromandel, wandern und Strand. Und wenn wir uns beeilen und der Akku noch hält setzen wir auch noch das Mathilda Angebot ins Netz.

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Erkunden auf der Nordinsel – Heading Adventure

Wo sind wir gerade? Kiwi Holiday Park Turangi

Wetter? Regen, eigentlich pisst es wie aus Eimern

Plan? Abwarten und Tee trinken

Ich habe glaube ich noch nie Weihnachten auf bis zu drei Campingplätzn verbracht.  Einmal ist immer das erste Mal. Gestern waren wir auf dem Kiwi Holiday Campingplatz in Wanganui und sind direkt einer deutschen Gruppe mit 20-jährigen in die Arme gelaufen. Ich fürchte wir sind mittlerweile zu alt um den Nachmittag durchzutrinken und dann in die Sauna zu gehen. Aber gut dass wir das so lernen.

Heute morgen ging es gleich weiter in Richtung Norden. Links am Tongariro vorbei in Richtung Lake Taupo. Hier in der Touri Info hab ich für morgen eine Rafting Tour gebucht. Ich weiß, morgen ist Bündelchestag und eigentlich sollten wir wandern gehen, aber hier ist Regen gemeldet, dann machen wir eben was wobei man eh nass wird. Deshalb morgen Rafting und übermorgen Tongariro Crossing, Tagestour über den Berg. Damit wird unser Bündel auch nicht ganz so schwer. Bis dahin sind wir auf einem ziemlich einsamen Campingplatz gestrandet und haben die Küche belegt, hören laut Hörbuch und David war gerade einkaufen. Deshalb gibts heute abend Reis mit Gemüse. 😉

Mathilda schlägt sich ziemlich gut und wir sind zufrieden. Aber wir haben vorsichtshalber schonmal eine Verkaufsanzeige geschrieben. Geschaltet ist sie noch nicht, aber das wird nicht lange auf sich warten lassen. Wir haben mal 3500$ angesetzt. Wenn das klappt hätte sich das Autokaufen amortisiert und es gibt zuhause doch noch Weihnachtsgeschenke für unsere Lieben.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Schwester, meinem Bruder, Anne, Alex, Rebekka und Anke bedanken, die mich, der dieses Jahr ohne Weihnachtsbaum feiern musste, mit aktuellen Christbaumbildern aus Deutschland mit Weihnachtsbaumgefühl versorgt haben.

Im Moment ist hier alles recht entspannt. Ich sollte erwähnen, dass gestern abend der Strand aus schwarzem Sand bestand. Das wäre schon alles. In der Küche riechts schon nach Reis und Gemüse. Ich mach mal Schluss, bearbeite noch 2-3 Panoramabilder und probiere das HDR Tool weiter aus.

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So, diesen Beitrag haben wir vor zwei Tagen geschrieben, aber im Moment ist Internet etwas rar gesäht und daher gibts dies erst jetzt.

Es gibt noch einen kleinen Zusatz:

Davids Schild

Ich sitze in der Küche und trinke Tee und lese. Irgendwann kommt David herein und gesteht geknickt, dass das Auto drei Straßen weiter steht und die Batterie alle ist.  Auto anhalten und um Starthilfe bitten klappt nicht, die Kabel sind zu dünn. Es bleibt nichts anderes übrige als die frisch gewaschene Wäsche einzupacken, den Kühllschrank zu räumen und an der Straße im Auto zu schlafen. Vll. finden wir morgen wen der das Auto wieder flott kriegt. In Zukunft müssen wir wohl etwas auf die Batterie achten. Warum heißt der Beitrag “Davids Schild”? Ein Schild bekommt wer Dummes tut. Damit jeder gleich sieht dass er dumm war. In diesem Fall hat es glücklicherweise David getroffen, er hatte das Licht angelassen. Stefans Schilder werden nicht beschrieben, der schreibt ja Blog und ist nicht dumm 🙂

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Weihnachten auf der Hoppetosse – Heiligabend auf See

Heute ist Heiligabend! Wir haben ausgeschlafen und die restlichen Kartoffeln von gestern in die Pfanne gehauen. Vollgefuttert haben wir dann den Campground verlassen und uns aufgemacht in Richtung Hafen. Dort hat sich David um das Hochladen der Bilder am lokalen Telecom Hotspot gekümmert und ich bin losgezogen das alte Segelschiff im Hafen anzuschauen. Es ist das 9.-älteste Schiff der Welt, hat 34 mal die Welt umsegelt, war im Krimkrieg, hat Gefangene nach Australien und Siedler nach Neuseeland gebracht. Heute liegt es im Hafen von Picton rum und man kann zumindest unter Deck, nicht mehr obenrum, rumklettern. Ich hab auf einem alten Strohsack gelegen, bin unten durch die Bilge gelaufen und Knoten geübt. Da ist das Reisen mit dem Flugzeug doch komfortabler. Trotzdem sind wir dann gegen 2 Uhr auf die Interislander-Fähre in Richtung Wellington aufgebrochen. Ca. 4 Stunden Fahrt trennen uns von der Nordinsel. Ich bin gespannt. Anders als die Südinsel soll diese etwas mehr von Vulkanen geprägt sein.

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Das mit dem Weihnachtsgefühl kommt leider nicht so richtig auf. Ab und an sieht man Kiwi-Leute mit Engelsflügeln oder ner seltsamen Mütze, aber das wars. Wir werden uns heute wohl einen Campingplatz suchen, noch was schönes einkaufen gehen und es uns mit der gestern erstandenen Flasche Wein gemütlich machen. Pinot Noir – Spätburgunder. Irgendwie ist Weihnachten in der Sonne falsch. Das gehört leider kalt und nach drinnen und nicht warm und nach draussen.

Im Moment sitzen wir noch auf der Fähre, schauen vorne in Richtung Bug und es ist außer Nebel nichts zu sehen. Aber wenigstens fault nicht das Wasser und bisher ging keiner über Bord (Diesen Satz dürft ihr gerne singen.). Denn wenn das Schifferklavier an Bord erklingt, dann sind die Matrosen so still. Weil jeder nach Wein und Christbaum sich sehnt und die Heimat einmal wiedersehen will.

Wir wünschen allen da draussen, ob mit oder ohne Weihnachtsbaum, ein gesegnetes Weihnachtsfest. Ich denke da besonders an die Menschen die heute alleine unterwegs sind, wie unsere Begleitung Nico gestern. Ich wünsche ihm, dass auf dem Campingplatz was los ist und wenigstens der Camp-Aufpasser etwas in gemütlicher Stimmung ist. Allen anderen lasst gesagt sein, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sind. Wenn ich mir was wünschen darf sind das bitte Zimtwaffeln, einen Obstkorb und einen Weihnachtsbaum, aber eine richtige Tanne und nicht son Plastikding. Ich hab schon Mathilda durchsucht, wir haben echt ne ganze Menge Zeug mitgekauft, aber ein klapp- und faltbarer Christbaum war nicht dabei.

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