Wir sind Freitag morgen gestartet. Mit dem Boot um halb 9 rüber auf die andere Seite des Sees. Dann geht’s los in den Urwald. Ich fühle mich wie in einer Geschichte aus Robinson Crusoe, die Schatzinsel und Monkey Island. Es gibt jede Menge Farn, große Bäume und dichtes Dickicht. Wie die ersten Matrosen die einen unbewohnte Insel betreten. Der Strand auf dem wir landen ist menschenleer. Nach dem Dschungeleingang geht’s steil nach oben. Es dauert nicht lange und der erste Schokoriegel muss rein. Oben machen wir Rast an einer Hütte. Es ist total schön hier. Man kann weit schauen, hoch über dem See. In der Ferne sieht man Täler die man – gelobt sei der Erdkunde Leistungskurs – einordnen kann in Gletschertäler und Flusstäler. Vielleicht sollte ich doch Erdkunde-Lehrer werden.
Dann geht’s wieder einen Höhenkilometer nach unten. Da wartet der Campingplatz. Wir bauen unser Zelt auf und schlafen recht direkt ein. Gut, es gibt Reis mit Soße, mäßig lecker, aber es macht satt. Eigentlich würde ich gerne mal den Sternenhimmel sehen, aber ich bin einfach zu müde. Ich bin sofort weg.
Am nächsten Morgen geht’s gegen neun wieder auf die Piste. Die Strecke ist ziemlich nett zu uns. Es geht relativ eben, nur mäßig auf und ab. Die Landschaft ist bemerkenswert. Wir wandern am Fluss entlang und es ist so schweinekalt, dass ich mich entschließe nicht baden zu gehen. Es ist wieder wie am ersten Tag. Der Track geht durch den Urwald und ich kann nichts anderes sagen als : “wunderschön”. Womöglich gibt’s es viele Gründe nicht nach Neuseeland zu fahren, aber wenn man mal da war gibt es wohl keine Gründe mehr nicht nochmal hinzufahren.
Als wir endlich am Busparkplatz ankommen haben wir fast die 50 Kilometer geschafft und die Füße jammern nach einem Tag Pause. Abends kochen wir, Steak mit Kartoffeln und Brokkoli. Das haben wir uns jetzt wirklich redlich verdient.
Ich spüle, David möchte ins Bett. Kaum habe ich mich mit Blog-Laptop, Handy, Rotwein mit Anna, Anne und Basti – drei Backpackern aus Leipzig und Hamburg – im Essraum eingerichtet steht David auf der Matte und ist nicht mehr müde. Wir laden alle gleichzeitig unsere Handys und Iphones und diskutieren wo David und ich am besten unsere Urlaubszeit verbringen. Alle sind sich einig, ich bin müde, alle kennen sich aus, nur ich nicht.

Hallo Ihr Beiden,Euer Blog liest sich sehr gut.
Viele Grüße aus Timmendorf,
besonders an David, sag ihm Nicole gehts gut
wünschen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest
Nicole sammt Eltern