Breaking Bed

Es stimmt, unser Blogeintrag gestern war nicht sehr erschöpfend. Das lag wohl daran, dass wir uns genau so fühlten und abends noch zwei weitere Backpacker aus Leipiz/Hamburg getroffen haben. Bei lokalem Bier und Wein haben wir uns prächtig unterhalten. Die beiden waren seit 18 Monaten unterwegs. Das denen so langsam nicht die Unterhosen oder wenigstens das Klebeband ausgehen……

Klebeband, gutes Stichwort. Ich erkläre mal den seltsamen Titel. Beim Packen der Utensilien für den 2tages Marsch sind beide Seitenstreben der Feldbetten unter meinem Fliegengewicht zusammengebrochen. Das mussten wir heute morgen erstmal wieder reparieren. Ein Packen Kabelbinder und ein bisschen Klebeband halfen und die nicht genutzten Endstücke stabilisieren. Ich als großer Feldbettfan bin etwas überrascht, dass die Dinger so schnell den Geist aufgeben können.

Mittlerweile sind wir wieder auf dem Weg zurück nach Queenstown. Hey, den Laden kennen wir doch. Wir halten an, springen rein und schon erfüllt eine neue Ladung Blue Cod unsere Kühlbox. Wir sind auf den Geschmack gekommen.

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Ein Tipp der Werkstatt in Christchurch war, doch öfter mal nach dem Öl zu schauen. Prinzipiell ist das ein recht einfaches Unterfangen. Klappe hoch, Deckel auf, Check, Nachfüllen fertig. In Mathilda existiert auch schon ein entsprechendes Nachfüllkanisterlein. Dummerweise ist Mathilda asiatischen Ursprungs. Mittlerweile kann ich verstehen, warum deutsche Autohäuser über diese Wagen lächeln und die sogenannten Reiskocher bei jeder Reparatur horrende Preise kosten. Unser geplantes “Nach dem Öl schauen” entpuppte sich als größeres Manöver, bei dem wir des öfteren Google um Hilfe beten mussten. Am Griff ziehen öffnete uns die Motorklappe, aber da lächelte uns nur ein Ersatzrad entgegen und nirgends war der  bekannte Ölknauf zu finden. Ich wusste noch aus dem Zivildienst, diese Nissan Vanette hat einen Mittelmotor. Unheimlich laut!  Google offenbarte uns folgende:

  1. Entfernen sie die Fussmatte vom Beifahrersitz
  2. Öffnen sie die Verriegelungen und schieben sie den Sitz nach hinten
  3. Heben sie die Mittelkonsole hoch (vorher Verriegelung öffnen)
  4. Der Nachfüllstutzen ist unter der Mittelkonsole, dafür braucht man dann aber asiatische Finger und einen speziellen Einfülltrichter, denn die Handbremse ist im Weg
  5. Prüfen kann man es einfach wie gehabt auch mit europäischen Fingern
  6. unter dem Fahrersitz ist ein ähnlicher Prüfdraht, aber was der misst weiss kein Mensch.

Auf Rat meines Vaters wollten wir auch gleich noch nach der Kühlflüssigkeit schauen. Das war auch schwieriger, denn dieser Stutzen war wiederum vorne unter der Kühlerhaube.  Es sah ziemlich leer aus, also kauften wir Frostschutz und füllten Wasser nach. Die Heizung geht immernoch nicht, aber Mathilda hat das Gefühl, dass wir uns um sie kümmern.

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Mittlerweile sind wir übrigens in Queenstown und haben die Stadt schon erkundet. Der Campingplatz ist wunderschön am See gelegen. Vor uns schaukelt ein Boot im Wasser und die Wellen plätschern in unsere Richtung. Und wenn das mit meinem Doktor nix gibt werde ich Schund-Romanschreiber und schreibe romantische Arztromane mit Happy End.

Fertig! David und ich kochen heute abend Blue Cod mit Nudeln und Zucchini, Aubergine in Tomatensauce. Heute kein Bier!

 

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