11:55 Ortszeit, der Flieger landet in Christchurch, Neuseeland. Eigentlich ist alles ganz einfach. Der Pass stimmt, Visum, Einwanderung alles klappt super. Nur bei der Kontrolle nach umweltschädlichen Einflüssen krieg ich (Stefan) meinen Schuh geputzt. Aber nur den einen, klar, war ja auch nur einer dreckig. Mit dem Airport Super Shuttle fahren wir ins Hotel. Ein ehemaliger Knast, David und ich haben eine Doppelzelle. Untere Etage, die Schwerverbrecher sitzen wohl weiter oben ein. Dafür gibt es nette Wächter, die machen sogar Kaffee. Meine erste Nacht im Knast und ich hab blendend geschlafen. Kein schlechtes Karma.

Das begegnet uns hingegen gleich am nächsten Morgen. Denn der lokale Automarkt entpuppt sich als Reinfall. Ein Auto sollte verkauft werden und das wollten wir nicht. Dafür gabs Mobilfunkkarten, so wir jetzt online sind und zu erreichen. Beim Abklappern der Hostel-Autokauf-Angebote finden wir raus, dass unsere Favoriten ihre Schüsseln schon weiterverkauft haben. Jetzt müssen wir mal das Internet bemühen. Irgendwie hatte ich mir das einfacher vorgestellt.
Wenigstens haben wir das Problem mit dem Geld gelöst. Denn meine Kreditkarte möchte ungern auf einmal so viel Geld rausrücken, dass man damit ein Auto kaufen kann. Ein Anrufs nachts um halb 2 mit der Bank hat dann das Problem wenigstens eingegrenzt. Meine Bank schützt mich davor das Geld das ich ihr anvertraut habe mit einem Mal auszugeben. Deswegen krieg ich jeden Tag ein wenig, gedeckelt pro Woche. Komme mit etwas vor wie damals…… Da haben meine Eltern diese Rolle übernommen.
Das mit dem Auto war vor 2h. Was sich in dieser Zeit so alles ändern kann. Eine junge Französin musste zu einem Job und hat ihr Rumgereise verschoben. Das Auto stand im Netz und war zu haben. Sie kam hier vorbei und wir sind probegefahren. Ein Van, Diesel, Automatik, frisch gecheckt und leider ohne TÜV und mit Riss in der Scheibe. Der Werkstatttermin ist morgen (300$). Aber vollgetankt war er noch und die neuseeländische Dieselsteuer wurde auch schon bezahlt (500$). Die Feilscherei war eröffnet. Er fährt sich gut, Bremsen sind ok. Wir bekommen gesagt, dass wir damit rechnen sollten, dass wir ca. 7 Liter pro 100km verbrauchen werden. Das klingt gut. verglichen mit zuhause kostet der Spritz das gleiche Geld, nur eben in Neuseelanddollar (1€ = 1.65$). Wir sind zusammen zur Post gefahren und der Wagen wechselte für 2000 Kiwidollar den Besitzer. Jetzt besitze ich also einen neuseeländischen Wagen. Unser Nissan Van wird auf dem Jail-Parkplatz erstmal genauer unter die Lupe genommen. Es entpuppt sich als wahre Fundgrube. Zelt, Matratze, Luftmatratze, Kocher, Geschirr, Luftpumpe, Wagenheber, Hammer, Zange, Schraubenzieher, Starthilfekabel, Akkuventilator, Angel, Tennisschläger, Campingführer, Feuerzeugfach….. Klingt wie unsere Einkaufsliste, eben genau die Dinge die zuhause bleiben mussten. Man kann ja nicht alles mit in den Flieger nehmen. Achja und ne Kühlbox ist auch dabei. Morgen noch zur Werkstatt wegen der Scheibe und dann gehts los. Und falls Klaus dies hier liest: Klebeband ist auch schon drinne…… Mathilda, so nennen wir sie nach ihrer Vorbesitzerin, muss sich jetzt bewähren. Karma-check Christchurch: quite good
Jetzt sind wir wohl erst mal unabhängig, denn im schlimmsten Fall schlafen wir eben im Auto. Und falls es zu hart ist, gibts auch noch einen Extra-Schlafsack in Mathildas Kofferraum. Beim Fahren viel uns auf, dass der Tacho das anzeigt was er möchte. Naja gut. Wir haben ja 4 Wochen Zeit und im schlimmsten Fall messen wir per GPS ![]()






Unser UBI braucht ne neue Plakette: Der Warrant of Fitness ist abgelaufen und daher war ich gestern bei einer „Testing Station“ um den WOF zu erneuern.